Momente

Dockville – Tag zwei

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Am Samstag war ich mit Shawty, Carolin und Chrissiauf dem Dockville. Es war Sonne angekündigt, also ließ ich die Regenjacke ganz zuhause. Eine hervorragende Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte, denn den ganzen Tag über schien die Sonne.

 

Gegen drei Uhr waren wir da. Heute gab es keine Schlange vor dem Ticketzelt, doch der Weg dahin war matschiger als noch am Tag zuvor. Allerdings hatten auf dem Gelände selbst die Veranstalter etwas gegen die Umstände getan: Neben Stroh an einigen Stellen gab es nun kleine Steinchen an den Wegen und am Platz vor der Hauptbühne. Hier muss man ein Lob aussprechen, denn da hat eindeutig jemand gearbeitet. Auch herrlich, dass die gestern noch gesperrte Bühne “Maschinenraum” (in einem Zirkuszelt) wieder bespielbar war, sodass es im Gegensatz zum gestrigen Tag heute nur geringfügige Änderungen im Timetable gab.

 

Am Samstag sah ich mir zum ersten Mal das Festivalgelände an: die Baumhäuser, die einzelnen Bühnen, die versteckten Ecken, den Wald, das “Nest” (Tanzen zu Elektro). Ziemlich gut. Beeindruckt hat mich Kakkmaddafakka. Die verrückten Norweger lieferten einen der besten Auftritte ab. Nicht nur, dass sie teilweise im Bademantel oder in Boxershorts auftragen, zu ihrem Ensemble gehörten auch zwei Tänzer, die Moves ganz im Neunziger-Jahre-Stil vorgaben. Eine riesige Fahne wurde geschwenkt.

 

Absoluter Höhepunkt der beiden Festivaltage war – für mich und Shawty jedenfalls – der Auftritt von Casper, auf den wir seit Wochen hingefiebert hatten. Etwas nervig war, dass nicht nur neben uns die gesamte Zeit zwei hühnenhafte Kerle gekifft haben, sondern auch, dass wir sogar schräg dafür angeschaut worden sind, die Texte mitzurappen. “So perfekt” hingegen konnte sie alle. Und der Klassiker trat leider auch wieder ein: Bei dem sehr emotionalen Track “Michael X” klatschten einige Besucher mit, trotz Caspers mehrfacher Aufforderung. Von ihm wurde das nicht nur mit bösen Blicken bestraft. Nichtsdestotrotz rockte Casper wie kein zweiter.

 

Danach ruhten wir uns erst einmal in der L&M Lounge aus, die uns zwar Zigaretten andrehen wollten, dafür aber herrliche Stühle zum Chillout bereitstehen hatten. Der Abschluss des Abends war Santigold, die leider in aller Hinsicht enttäuschte. Nicht nur, dass es ihr nicht bekannt war, der wievielte Festivaltag denn war (“Is this the first day? Ya? No, second? Hahahaha.”), die Musikerin wirkte auch extrem arrogant. Auf die Frage, wer denn ihr Album kenne, gab es nur wenige Rufe, was sie mit “Oh, like five” in sehr abfälligem Ton kommentierte. Auch musikalisch war sie der aktuellen Stimmung nicht angemessen. Santigold spielte ihre Songs nur an und nicht zu Ende, meinte Shawty hinterher.

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