Rezension

Rimbaud

Elle est retrouvée,
Quoi? — L’Éternité.
C’est la mer allée
Avec le soleil.

Arthur Rimbaud, das “Enfant Terrible” nicht nur der französischen Literatur, sondern der Lyrik an sich. Mich beeindruckt Rimbaud schon seit einiger Zeit, vermutlich genau ab dem Moment, da ich zum ersten Mal sein Leben und Schreiben wahr nahm: der minderjährige, der Gedichte verfasste, sein Leben selbst in die Hand nehmen wollte, auf Einladung eines anderen Dichters nach Paris ging. Ich schaute später den Film “Total Eclipse”, der Rimbauds Beziehung zu dem viele Jahre älteren Dichter Paul Verlaine beschreibt. Rimbaud, gespielt von Leonardo DiCaprio; Verlaine gespielt vom genialen David Thewlis. Arthur Rimbaud hat seine kreative Schaffensphase in der frühen Jugend, später soll in ihm nicht mehr diese Leichtigkeit vorhanden sein, die ihn in den wenigen Jahren seiner Karriere Weltliteratur erschaffen ließ.

In unserer heutigen Zeit ist Rimbaud nicht nur durch sein ikonisches Bild zum Rebell geworden. Ein früher James Dean. Seine Werke inspirieren und verzaubern Künstler jeder Generation: den sehr geschätzten Allen Ginsberg, Beat-Idol Jack Kerouac und Musiker Bob Dylan.

Oft blättere ich in dem hellblauen Buch des jungen Dichters, auf dem in roten Lettern “Sämtliche Dichtungen. Zweisprachige Ausgabe” steht. Ein Glas Wein auf dem Tisch, das Buch in der Hand, Musik im Hintergrund. Was beeindruckt mich? Sätze wie die zu Anfang oder am Ende? Das Bild des jungen Künstlers als Ausbrecher? Das ausschweifende Künstlerleben, das er während seiner Zeit in Paris mit Verlain führte? Das jähe Ende deiner kreativen Zeit, das ihn veranlasste, nie wieder ein Gedicht zu schreiben? Der Mensch? Vermutlich alles.

Je ne parlerai pas, je ne penserai rien:
Mais l`amour infini me montera dans l`âme,
Et j`irai loin, bien loin, comme un bohémien,
Par la Nature, – heureux comme avec une femme.

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