Rezension

Black Swan

Black Swan ist ein sehr guter Film. Er lässt den Zuschauer durch die Augen der grandios spielenden Natalie Portman die innere Spaltung der Hauptperson erfahren. Viel geschieht auf dramatische Weise mit viel Tammtamm, teilweise zu offensichtlich, doch zwischen diesen offensichtlichen, lauten Elementen finden sich allerdings auch ruhige Parts und subtile Andeutungen, etwa die Beziehung der Hauptperson zur Mutter. Viele Charaktere nehmen undurchsichtige Positionen ein, durch die Vermischung von Fiktion und Realität weiß man allerdings nie, ob sich die Personen tatsächlich so verhalten. Die Darstellung des inneren Konfliktes und die Auswirkungen von enormen psychischen Druck auf einen Menschen wurden sehr stark visualisiert. Die Parallelen zwischen dem Balletstück (Schwanensee) und dem Film sind natürlich nicht zu übersehen. Bereits am Anfang in der ersten Szene werden, wenn man genau hinhört und -schaut, die Motive des Films herausgestellt.

Black Swan ist allerdings nichts für schwache Nerven: er wühlt auf und nimmt mit. Die emotionale Reise im Kino nahm mich persönlich auch noch bis nach Hause mit: Mehrfach dachte ich zuhause, laute Schreie zu hören. Einbildung, das war mir klar, doch sie haben sich sehr wirklich angehört. Ich denke, der Film wird bei den Oscars viele Preise abräumen. Sicher dürfte ihm “Beste Hauptdarstellerin” sein, größte Chancen hat er in “Beste Regie”. Rest wird man schauen müssen.

9/10

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One thought on “Black Swan

  1. fabdo dostmusik says:

    bin schon ganz gespannt auf den film. am sonntag werde ich ihn mir anschauen zusammen mit meiner frau

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